Tinnitus – der unliebsame Weggefährte

Schallwellen Tinnitus

Was bedeutet Tinnitus übersetzt?

Der Begriff Tinnitus leitet sich von dem lateinischen Wort „tinnire“ ab, welches mit „klingeln“ übersetzt werden kann. Die Art der Geräusche ist sehr unterschiedlich und kann sich in Form von Pfeifen, Rauschen, Zischen, Knarren, oder Summen in unterschiedlicher Lautstärke bemerkbar machen.

Wie entsteht ein Tinnitus und welche Faktoren können ihn auslösen?

Vermutlich spielt ein heruntergefahrenes Energieangebot im Innenohr eine ursächliche Rolle. Der weltweit bekannte Zellforscher Dr. Heinrich Kremer aus Barcelona hat in 20 Jahren Forschung die letzten Rätsel um die zelluläre Energiegewinnung wohl gelöst und sieht die Ursache von chronischen Erkrankungen in einer verminderten Funktion der Energiezentrale in jeder Zelle, den Mitochondrien. Eine plausible These ist, dass ein heruntergefahrenes Energieangebot im Innenohr die entscheidende Rolle spielt. Der für alle Stoffwechselvorgänge nötige Energiebotenstoff ATP (Adenosintriphosphat) wird nicht ausreichend gebildet und die verminderte Hörleistung kompensiert das Hörzentrum in der Großhirnrinde durch eine erhöhte Sensibilität. Dieses kann als eine Art Rückkopplungsgeräusch das Ohrgeräusch verursachen. Da aber nicht jeder mit verminderter Hörleistung einen Tinnitus entwickelt, gibt es noch eine große Anzahl sekundärer Auslöser, wie z. B. Probleme mit der Halswirbelsäule, Kiefergelenkarthrosen und Fehlstellungen, psychischer Dauerstress, Gehörschädigende Medikamente, Tumore im Ohr, Mittelohrentzündungen, erhöhter Blutdruck, Blutarmut und in seltenen Fällen eine Durchblutungsstörung.

Wie sehen die Behandlungsmöglichkeiten des Tinnitus aus?

Schulmedizinisch gesehen gilt ein mehr als drei Monate andauernder Tinnitus als unheilbar. Den über drei Millionen betroffenen Bürgern in Deutschland stehen dann die breite Palette von Antidepressiva, Beruhigungsmitteln und Schlaftabletten zur Verfügung.

Ich selbst sehe den Tinnitus nicht als untherapierbares Schicksal.Die Erfahrung hat gezeigt, dass dem nicht so ist. Bei vielen hundert Betroffenen konnte in den meisten Fällen zumindest eine Minimierung der zum Teil penetranten Geräuschkulisse erreicht werden.

Welche Therapie kommt zum Einsatz?

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen spielen Mitochondrienschäden (gesunde Mitochondrien stellen den Energiebotenstoff ATP her) im Hörnerv und Glutamatanreicherung im Innenohr und Hörzentrum beim Tinnitus die tragende Rolle. Glutamat ist ein Neurotransmitter, der in zu hoher Anreicherung die Zellen dauererregt und schädigt.

Wie sieht dieses neue Behandlungskonzept aus?

Die Patienten werden über die Ohren an ein neu entwickeltes Gerät angeschlossen, welches so genannte Hochfrequenzen (4.000 – 32.000 Hertz) durch die Innenohren und das zentrale Nervensystem sendet. Der Patient spürt dieses als angenehmes Kribbeln. Diese Frequenzen erhöhen das Energieangebot im Innenohr und Hörzentrum und synchronisieren beide Ohren und das Gehirn. Gleichzeitig werden spezielle pulsierende Frequenzen eingeschleust, die die Zellmembrane quasi massieren und dafür sorgen, dass die zeitgleich durchgeführte Vitalstoffinfusion optimal von den erschöpften Innenohrzellen resorbiert wird.

Balance Tinnitus

1Comment
  • Gudrun Steinmüller
    Posted at 07:26h, 26 April Antworten

    Spannendes Thema!!

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